SILKE MATHÉ
* 1968 in Großwardein

Exposé über die Künstlerin
Silke Mathé malt Motive, die sie in ihrer unmittelbaren Umgebung vorfindet: Landschaften,
Urlaubserinnerungen, Reisebilder, Stilleben, Tierbilder und vor allem  Portraits, naturalistisch gemalt mit pastosem, bisweilen fleckenartigem Pinselstrich und von intensiver, lebendiger Farbigkeit. Immer wieder ist die Künstlerin selbst auch ihr eigenes Modell. Auf den ersten Blick also scheinbar nichts Spektakuläres ?

Und doch verfügen diese Gemälde über eine magische, geradezu magnetische Anziehungskraft und erstaunliche suggestive Dichte, über einen eindringlichen wie unvergesslichen Ausdruck, der uns tief im Inneren nachhaltig berührt und sich nicht einfach in Worte fassen lässt... Verortet zwischen subtiler Ironie, eindrucksvoller Präsenz und ernsthafter Reflektion, sträubt sich die Kunst von Silke Mathé gegen oberflächlichen Zugriff... Diese Kunst öffnet uns die Tür zur philosophischen Dimension des Lebens: zum Blick hinter die Oberfläche, dem Blick in die Tiefenzonen der unglaublichen Komplexität allen Seins... Dieser Moment ist es, der die Künstlerin interessiert und inspiriert: Der Moment, der schon im nächsten Moment zur Erinnerung wird. Ihr ambivalentes Staunen darüber hier überhaupt auf dieser Welt zu existieren bildet in allen Werken die wesentliche gedankliche Grundlage.

Indem Silke Mathé  zu den elementaren Fragen, die zwischen Geburt und Tod liegen, vordringt,  Fragen die uns alle als Menschen berühren, verleiht sie ihren Bildern einen zeitlosen essentiellen Mehrwert an Bedeutung, der über das Gewahrwerden  und die Versicherung der eigenen Existenz weit hinausgeht.

Literatur:
Michael Schels, Hg. Silke Mathé Malerei, Nürnberg 2006.
Daniel Ricken, Elisabeth Lau, Hg. Mythen – Emotionen – Visionen,
Kunstausstellung im Foyer der  KID-COMRAMO,  2007/08, ff. 78-84.
www.silke-mathe.de